Die Familiennamen in Zusenhofen (bis 1970)
Ihre Bedeutung und früheste Erwähnung
Diese Liste enthält nur Familiennamen aus Zusenhofen, die vor 1970 in den Ort kamen und auch heute noch vertreten sind. Alle früheren bzw. heutigen Namen können hier nicht berücksichtigt werden, da insgesamt mehrere hundert Familiennamen auftauchen.
Die erste Jahreszahl bedeutet die bisher festgestellte früheste Erwähnung des Familiennamens. Verwandschaften mit heutigen Trägern dieses Namens sind damit noch nicht belegt.
Abkürzungen:
mhd. = mittelhochdeutsch
lat. = lateinisch
alem. = alemannisch
Armbruster: Armbrustmacher, Berufsname zu mhd. "armbruster". (1712 Anna Maria Armbruster, 1719 Sebastian Armbruster: Wagner)
Bär: der Starke bzw. Tapfere oder Hausname, zu mhd. "ber" = Bär (1845 Theresia Bähr)
Baier: der Bayer (1939 Frieda Baier)
Bauer: Landwirt, mhd. "bwäre" = Bauer. (1733 Johann Georg Baur, Müller)
Baumann: Bauer (Beruf und Stand), mhd. "bman" = Bauer. (1768 Joseph Baumann, 1845 Joseph Bauman)
Beck: Bäcker, süddeutsch "beck" = Bäcker". (1946 Fanny Beck)
Behr: siehe Bär
Benz: alemannische Kurzform zu Berthold, z.T. auch zu Bernhard. (1845 Georg Benz)
Bierer: Birnenverkäufer, mhd. "bir" = Birne. (1943 Wilhelm Bierer)
Böhm: der Böhme. (1660 Jacob Böhm: Metzger)
Bohnert: Bohnenbauer, mhd. "bne" = Bohne. (1891 Anton Bohnert)
Boos: nach dem Ortsnamen Boos, (1945 Barbara Boos)
Borresch: Keine Erklärung auffindbar. (1966 Ewald Borresch)
Boschert: Anwohner am Gehölz, Bosch. mhd. "bosch" (1695 Jonas Boschert)
Bott: der Bote, alem. "bott" = Bote. (1928 Wilhelm Bott)
Braun: der Braune (Augen, Haare, Bart), mhd. "brn" = braun, dunkel. (1658 Friderich Brun, 1733 Johannes Braun: Laubenwirt, 1796 Josef Braun: Bürgermeister)
Bruder: Bruder, Klosterbruder oder Wallfahrer, mhd. "bruoder". (1716 Jacob Bruder). Der Name erscheint 1736 auch in Müllen.
Bürkel: aus der alem. Koseform von Burkhard. (1919 Anton Birkel, 1928 Maria Bürkel)
Busam: Keine Erklärung auffindbar, vielleicht der Bubenreiche, mhd. "buobe"/ alem. "bue" = Bube, mhd. "sam" = als Endung für Ähnlichkeit oder Besitz, z. B. einsam. (1728 Martin Buesam, 1730 Jacob Busam)
Diebold: nach dem Vornamen Dietbold. (1606 Hanß Diebolts, 1943 Josef Diebold)
Ebert: durch Zusammenziehung aus dem Vornamen Eberhard entstanden. (1767 Philipp Eberhard, 1845 Michael Ebert)
Eckenfels: Anwohner an einer Felsenecke, mhd. "ecke" = Ecke, Winkel (1958 Friedrich Eckenfels)
Ell: Schneider oder Tuchhändler, mhd. "elle" = Elle, Werkzeug des Schneiders (1852 Anton Ell, Witwe)
Ernst: der ernste Kämpfer oder nach dem Vornamen Ernst, mhd. "ernest, ernst": ernsthafter Kampf (1729 Franz Ernst; Schneider).
Exner: Ochsenbauer, schlesisch für "Öchsner" (1955 Alfred Exner)
Feger: Waffenschmied, eigentlich Schwertputzer, zu mhd. "vegen" = fegen, putzen. (1767 Philipp Feeger, 1821 Simon Feger: Gemeinderechner)
Fieß: regionale Bezeichnung für Füße, Name nach dem Merkmal auffallender Füße. (1770 Joseph Viß, 1800 Fidelis Fieß, 1821 Ignaz Fiß)
Fischer: Fischer (Berufsname), mhd. "vischer". Hinweis auf das früher häufige Gewerbe des Fischfangs in der Region. Der älteste noch im Ort bestehende Familienname. (1303 Heinrich Vischer, 1606 Hanß Fischer, 1799 Josef Fischer: Bürgermeister)
Freudenmann: der Frohgesinnte, zu mhd. "vröude" = Frohsinn, Freude (1950 Bernhard Freudenmann)
Geisert: Ziegenhirt, mhd. "geizer" = Ziegenhirt, "Geißhüter" (1845 Franz Geisert, 1919 Josef Geiser)
Gerdes: niederdeutsch = Gerds Sohn. (1922 Wilhelm Gerdes)
Graf: Aufsichtsbeamter mit Gerichtsbefugnis, auch Amtsname für den Vorsteher verschiedener Ämter. (1821 Anton Graf)
Grimmig: der Grimmige, mhd. "grimmic" = grimmig, unfreundlich, wild. (1737 Cyriak Grimmig, 1765 Joseph Grimig)
Gutzeit: vermutlich fröhlicher Mensch, zu mhd. "guot" und "zit" = gut und Zeit. (1951 Günter Gutzeit)
Haas: der "Angsthase" oder der Hasenjäger, zum Teil auch Hausname (wegen Hasenbild), mhd. "hase" = Hase, Feigling (1832 Georg Haas)
Harter: Anwohner am Weidewald, vgl. Hardtwald, mhd. "hart" = bewaldeter Höhenzug. (1821 Joseph Harder, 1845 Joseph Harter)
Hauser: aus einem Ort Hausen oder Hausverwalter (1693 Jakobea Hauser)
Heitzmann: Erweiterung von Heitz = Kurzform von Heinrich. (1648 Hanß Heitzmann)
Hipp: Waffelbäcker, mhd. "hipe" = Waffel. (1928 Johann Hipp)
Hoch: der Große bzw. Vornehme, mhd. "hoch" = hoch, groß, vornehm (1951 Martha Hoch)
Hodapp: der vornehm Dahergehende, mhd. "hch" = hoch, vornehm; "tappen" = gehen. (1845 Katharina Hodapp)
Hoffmann: der zu einem Hof gehörende Bauer (1722 Johann Georg Hoffmann)
Huber: Landwirt, mhd. "huober" = Inhaber einer Hube. In der Ersterwähnung Zusenhofens wird eine Hube erwähnt. (1733 Johannes Hueber, 1826 Norbert Huber: Bürgermeister)
Hüger: vielleicht Denker, mhd. "hügen" = denken oder zu alem. "Hüge" = Huge (1959 Urban Hüger)
Hund: der bissige Mensch, mhd. "hunt" = Hund. (1710 Elisabeth Hundt, 1714 Christian Hund)
Huschle: keine Erklärung vorhanden, vielleicht "der Schnelle" von "huschen". (1643 Caspar Huschle, 1647 Caspar Huschel, 1871 Martin Huschle: Bürgermeister, 1892 Andreas Huschle: Bürgermeister)
Junker: junger Adliger oder für einen solchen tätig, mhd. "juncherre" = junger Herr. (1946 Sophie Junker)
Just: aus der verkürzten Form des Vornamens Justus entstanden. (1901 Georg Just)
Kaminski: polnischer Herkunftsname zu Ortsnamen Kamien u.ä. (1946 Else Kaminski)
Kasper: vom Vornamen Kaspar der Heiligen Drei Könige abgeleiteter Nachname. (1643 Maria Caspar, 1852 Bernhard Kasper)
Kiefer: Küfer, Hersteller der Kufen für Holzgefäße (z.B. Fässer) im südwestdeutschen Weinbaugebiet. (1530 Jorg Kiffer, 1630 Hanß Kieffer, 1699 Maria Kiefer)
Kimmig: Gewürzhändler, mhd. "kümmich" = Kümmel. (1540 Hanß Kimmig)
Kirn: zu Kirner oder Kerner = Kernhändler, Dinkelhändler, Bauer, mhd. "kirnen" = entkernen, Butter bereiten. (1548 Elias Kern, 1768 Ignatius Kirn)
Klein: der Kleine oder der Junge, mhd. "klein" = schmächtig, klein. (1511 Hans Klein)
Klumpp: norddeutsch der Grobe, "Klumpen". (1928 Ludwig Klumpp)
Koch, auch Köchle: Koch (im Kloster oder auf Herrenhöfen). Köchle bedeutet "der junge Koch". Eine Namensänderung von Köchle zu Koch ist belegt. (1726 Daniel Köchle: Bäcker, 1727 Johannes Koch, Kind des Daniel Köchle)
Kohler: Köhler, Holzkohlenbrenner, mhd. "koler" = Holzkohlenbrenner. Einer der ältesten Hofnamen im Ort. (1303 Kolers Lehen, 1946 Josef Kohler)
König: Bauer auf einem Königsgut oder Erster in einem Wettbewerb (z. B. Schützenkönig). (1507 Jacob König, 1845 Elisabeth König)
Kopka: polnisch/tschechisch "Häuflein" (1946 Theresia Kopka)
Kranz: Kranz, mhd. "kranc" = Kreis. Hausname bei Wirtschaften, auch Herkunftsname aus gleichnamigen Orten. (1347 Claus Crantz, 1476 Heinrich Kranz, 1604 Martin Kranz: Zwölfer).
Kunz: alte Koseform für Konrad. (1548 Henslin Kuntz, 1767 Norbert Kunz)
Lebfromm: der fromme Mensch. Satzname, der auf einen frommen Lebenswandel hinweist. (1767 Carl Lebfromm, 1821 Alois Lebfrom)
Lechleiter: Vorsilbe nicht eindeutig erklärbar. Leiter: Anwohner am Berghang, mhd. "lte" = Berghang, Leite. Lech vielleicht abgeleitet aus Lehen. (1767 Anton Lechleyter, 1845 Katharina Lechleiter)
Lehmann: Lehensmann, Inhaber von bäuerlichem Lehensgut, mhd. "lehenman" = Lehensmann (1821 Xaver Lemann, 1832 Xaver Lehmann)
Leible: der Bäcker, mhd. "leip" = Brotlaib. (1901 Georg Leible)
Löwe: Mensch mit Löwennatur, mhd. "lewe" = Löwe (1943 Artur Löwe)
Lott: Kurzform von Lodewig (= Ludwig) oder Gewicht, mhd. "lt = Blei, Gewicht". (1969 Emil Lott: Bürgermeister, Ortsvorsteher)
Männle: der Kleine, mhd. "mennel" = Männchen. (1789 Joseph Männle)
Mager: der Magere, mhd. "mager" = mager. (1821 Joseph Mager)
Mangold: aus dem gleich lautenden Vornamen entstandener Familienname. (1922 Otto Mangold: Hauptlehrer und Ehrenbürger)
Maier: siehe Meier (1949 Franz Maier)
Meidinger: aus einem Ort Meidingen. (1767 Claus Meydinger, 1821 Johan Meidinger)
Meier, Maier: Großbauer, Oberbauer, mhd. "meiger, meier" = der Größere, Höherstehende (von lat. "maior" = größer). Aufsichthabender über die Güter im Namen des Grundherrn. (1476 Cnrat Meiger, 1845 Magdalena Maier)
Metz: Messerschmied, mhd. "metz" = Messer (vgl. Metzger), auch aus der Koseform für den Vornamen Mechtild. (1370 "meds hof", 1712 Georg Mez, 1722 Georg Metz)
Moser: Sumpfbewohner (1928 Gregor Moser)
Müller: Müller (Berufsname). Der häufigste deutsche Name. (1722 Joseph Müller, 1811 Andreas Miller, 1946 Wendelin Müller: Bürgermeister)
Mydla: Keine Erklärung auffindbar, vermutlich tschechischer Herkunft (1947 Herbert Mydla)
Nawroth: aus dem polnischen "nawrot" = Rückgabe. (1947 Kurt Nawroth)
Niedermüller: der abwärts wohnende Müller (1956 Gottfried Niedermüller)
Nock: alem. Kurzform für den alten Vornamen Ntkr, auch nach der Bezeichnung "Nock" für einen rundlichen Hügel. (1845 Georg Nok, 1938 Michael Nock)
Nosch: keine Erklärung auffindbar. (1930 Karl Nosch: " Bürgermeister-Stellvertreter")
Pagel: niederdeutsch für Paul (1957 Karl-Heinz Pagel)
Panter: nach Hausnamen oder einem gefleckten Edelstein, mhd. "panter" = Panter, gefleckter Edelstein. (1845 Filip Panter, 1919 Karl Panter: Bürgermeister)
Peter: nach dem gleich lautenden Vornamen (1832 Ignaz Peter)
Pfaff: Priester, mhd. "phaffe" = Geistlicher, Priester, oft nur Beziehung zur Kirche. (1845 Franziska Pfaff)
Prestel: der Gebrechliche, zu mhd. "brest" = Gebrechen. (1955 Alois Prestel)
Reichert: entstanden aus Reichart = Richard. (1767 Franz Reichhard, 1945 Gisela Reichert = Schwester Roswitha)
Rösch: der Lebhafte, mhd. "resch" = lebhaft, munter. (1957 Helmut Rösch)
Roth: der Rothaarige, auch zum Ortsnamen Roth, mhd. "rt" = rot (1832 Anton Roth)
Ruf: durch Zusammenziehung aus dem Vornamen Rudolf entstanden. (1696 Veronica Rueff, 1733 Andreas Ruef: Schneider, 1831 Josef Ruf: Gemeinderechner)
Sauer: der Bittere, mhd. "sur" = sauer, bitter. vermutlich Namensgeber des Gewanns "Sauerbünd". (1347 Veltin Saur, 1530 Ludwig Sur: "alt schultis" = alter Bürgermeister, 1821 Michael Sauer)
Scharlach: vermutlich Beruf im Stoffgewerbe, mhd. "scharlach" = rotfarbiger, vornehmer Stoff. (1961 Klaus Scharlach)
Scheibel: Ableitung von Scheibe. Bewohner einer runden Fläche oder Beruf mit scheibenförmigem Gerät, z. B. Töpfer, mhd. "schibe" = Kugel, Scheibe (1504 Heinrich Scheupel, 1655 Jacob Scheibel)
Schindler: Schindelmacher, mhd. "schindeler = Hersteller hölzerner Dachschindeln. (1821 Josef Schindler: Vorstand des Volksvereins)
Schirmer: Fechter, zu mhd. "schirmen" = mit dem Schild Hiebe auffangen, fechten (1960 Adolf Schirmer)
Schmieder: alemannische Bezeichnung für Schmied, auch Anwohner bei einer Schmiede. (1845 Markus Schmieder)
Schmidt: Schmied, mhd. "smit" = Schmied. 1916 Karl Schmidt)
Schnurr: Possenreißer, alem. "schnurren" = Possen reißen; hier aber wahrscheinlich aus Schnur = Schnurmacher (1770 Hanns Schnurr, 1821 Joseph Schnur)
Schott: herumziehender Krämer, ursprünglich viele aus Schottland, mhd. "schotte" = Schotte, Ire, herumziehender Krämer. (1821 Georg Schoth, 1832 Georg Schott)
Schuler: Schüler, Student (ursprünglich Klosterschüler), mhd. "schuoler" (1712 Joseph Schuler, 1770 Johannes Schuler: Lindenwirt)
Schuster: Schuhmacher, mhd. "schuoster" aus lat. "sutor" = Flickschuster (1955 Richard Schuster)
Schwab: der Schwabe, mhd. "swab" (1946 Philomena Schwab)
Schwarz: der Schwarzhaarige, mhd. "swarz" = schwarz, dunkel. Hinweis auf die Haarfarbe des ersten Namensträgers. Einer der ältesten Namen und der zweitälteste Hofname. (1347 Claus Swartz Rüffelin, 1467 Swartz Rüflin-Hof, 1859 und 1901 Georg Schwarz: Bürgermeister)
Schweser: keine Erklärung auffindbar. (1946 Michael Schweser)
Schweiß: Keine Erklärung auffindbar. (1957 Hermann Schweiß)
Seckler: Säckel- oder Schatzmeister, mhd. "seckeler" = Schatzmeister. (1938 Josef Seckler)
Serrer: Wärter der Zauntüren am Dorfeingang = "Serren". (1845 Wendelin Serrer)
Sester: Hersteller von Fässern, oberdeutsch für Böttcher, mhd. "sester" = Scheffel, Sester. (1845 Michael Sester)
Siedler: Sesselmacher, mhd. "sdel" = Sitz, Sessel, Polsterbank; oder Siedler zu mhd. "sdelen" = siedeln. (1655 Xaver Siedel, 1840 Xaver Siedler)
Spinner: Woll- oder Seidenspinner, zu mhd. "spinnen" = Fäden ziehen. (1638 Stoffel Spinner)
Steege: Anwohner an einem Steg oder einer Steige, mhd. "stec" = schmale Brücke oder Weg bzw. "stege" = Steige, Treppe, Stiege. (1922 Bruno Steege)
Stephan: aus dem Vornamen Stephan entstanden (1961 Hubert Stephan)
Stoll: Zimmermann, Schreiner, mhd. "stolle" = Pfosten, Stollen. Nach dem 30-jährigen Krieg der häufigste Familienname. (1548 Clauß Stoll, 1815 Josef Stoll: Bürgermeister)
Strauß: auf den Vogel oder den Kampf bezogen, mhd. "strz" = Vogel Strauß oder Gefecht, auch Hausname. (1946 Erich Strauß)
Tauer: Herkunftsname zu dem ostdeutschen Ortsnamen Tauer (1946 Karl Tauer)
Thal: Talbewohner, mhd. "tal" = Tal (1964 Christian Thal)
Vogel/Vogl: fröhlicher Mensch oder Vogelsteller, mhd. "vogel" = Vogel (1691 Joseph Vögelin, 1945 Maria Vogl = Schwester Franka, 1996 Wilfried Vogel)
Vogt: Statthalter, Verwalter, mhd. "voget" = Verwalter. (1845 Anton Vogt)
Vollmer: Familienname aus dem Vornamen Volkmar.(1655 Jacob Vollmar, 1731 Joseph Vollmer: Heimburger = Bürgermeister)
Waag: Anwohner an einem Gewässer, oberdeutsch: Waag = stehendes Gewässer, mhd. "wac" = Woge, Fluss, Teich (1901 Josef Waag)
Wagner: Wagenbauer, mhd. "wagener" = Fuhrmann, Wagenmacher (1946 Alfred Wagner)
Walter: aus dem Vornamen entstandener Familienname. (1938 Theresia Walter)
Walz: aus der Koseform von Walther entstanden. (1691 Bernhard Waltz: "der Ober Müller" in Müllen, 1821 Peter Walz)
Weick: Kurzform des Vornamens Weichhardt u.ä. (1891 Anton Weik, 1946 Eugen Weick)
Weinzierle: Winzer, mhd. "winzürle" = Winzer. (1891 Johann Weinzierle)
Welle: Berufsname zu Holzwelle oder Tuchballen, mhd. "welle" = Welle, Walze, Bündel. (1770 Michael Welly, 1891 Ziriak Welle)
Wiedemer: Bauer auf Kirchengut, mhd. "widemer" = Bewirtschafter eines Gutes einer Pfarrkirche. (1592 Jacob Widmer, 1821 Agathe Wiedemer)
Winkler: Anwohner an einem Winkel bzw. einer Ecke, mhd. "winkel" = Winkel, Ecke, Ende. In Norddeutschland auch Krämer. (1734 Johann Adam Winkler, 1875 Josef Winkler: Bürgermeister)
Wittenauer: Hinweis auf Herkunft von einem Ort Wiedenau oder ähnlich, Au mit Weiden. (1845 Wendelin Wiedenauer, 1875 Wendelin Wittenauer: Bierbrauer)
Wörner: entstanden aus dem Vornamen Werner. (1646 Hanß Jacob Werner, 1840 Baptist Wörner)
Wollmann: Wollhändler oder Wollmacher, mhd. "wollman" (1952 Hans Wollmann)
Wurth: frühere regionale Bezeichnung für den Wirt. (1548 "im dem wurtzhaus zuo Zussenhoffen", 1821 Michael Wurth)
Zengerle: Zangenschmied, zu mhd. "zange". (1948 Eugen Zengerle)
Zerrer: Kämpfer, Raufbold, zu mhd. "zerren" = zerren, streiten. (1636 Jacob Zerrer)
Literaturangaben:
Bahlow, Hans: Deutsches Namenlexikon, Frankfurt 1972
dtv- Atlas: Namenkunde, München 1998
Duden Verlag: Familiennamen, Mannheim 2000
Matthias Lexers mittelhochdeutsches Wörterbuch, Stuttgart 1966
(Karl Ebert)