Festbankett zur 850-Jahr-Feier
Bericht aus der ARZ, 22. April 2002
Jubiläums-Hymne uraufgeführt
300 Besucher quittierten die musikalische Überraschung mit viel Beifall
Zusenhofen hat eine "Jubiläumshymne". Sie wurde von Karl Ebert (Text), Dietmar Fahrner (Melodie) und Kurt Bayer (Satz) geschaffen und am Samstag, dem 20. April 2002, beim Festbankett zur 850-Jahr-Feier der Ortschaft uraufgeführt. 300 Besucher in der Freiwaldhalle quittierten sie mit stehendem Beifall.
Die Überraschung kam zum Schluß. Kirchenchor und Männergesangverein stellten, von einem Bläserquartett unterstützt, zum Ende des zweieinhalbstündigen Festaktes das Zusenhofener Heimatlied vor. Der Refrain war wie ein Schwur: "So lang noch unsre Linde steht und's Rathausbimmelglöckchen geht, denk ich an dich voll Freude doch: Mein Zusenhofen lebe hoch!" Auch das weitere Liedgut des Abends war in der Regel heimatverbunden. Da wurden "Die Glocken der Heimat" besungen. Man gestand "Mich zieht es nach dem Dörfchen hin" und feierte mit "Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde" und "Am Brunnen vor dem Tore, da steht ein Lindenbaum" immer wieder das Zusenhofener Wahrzeichen. Der Musikverein hatte zudem aus einem vergilbten Marschheft einen 80 Jahre alten "Gruß aus Zusenhofen" hervorgekramt, den er erfolgreich wiederbelebte.
Das Programm, das Musikverein (Dirigent Kai-Uwe Brüstle), Kirchenchor und Männergesangverein (beide Dietmar Fahrner) und der Harmonikaverein (Manfred Schmitt) boten, war gelungen. Groß war die Gästeschar, die Ortsvorsteher Emil Lott aus dem ganzen Umkreis willkommen heißen konnte. Viele zeigten sich mit dem Jubiläumsort verbunden. Lott erinnerte an die intensiven Vorbereitungen zur 850-Jahr-Feier, die man gemeinsam gemeistert habe. Das sei ein Zeichen der Verbundenheit und eines intakten Gemeinwesens. Das Jubiläum sei ein Anlaß zum Feiern.
So sah es auch Bürgermeister Matthias Braun, der die Festrede hielt. Zusenhofen habe mit beispielhaftem Engagement und Heimatverbundenheit eine hervorragend gestaltete Chronik und einen anspruchsvollen Festkalender geschaffen, sagte er.
Um die Zeitspanne von 850 Jahren zu verdeutlichen, blendete er gerade mal ein Menschenleben, nämlich 85 Jahre, zurück. In dieser Zeit habe man zwei mörderische Weltkriege, Hunger und Not, aber auch gute Zeiten erlebt. In der 33-jährigen Amtszeit von Emil Lott habe sich Zusenhofen dank des Einsatzes der Bürger hervorragend entwickelt. Es sei kontinuierlich gewachsen, Industrie sei hinzugekommen.
"Wir müssen uns auf unsere Geschichte rückbesinnen", forderte der Bürgermeister, denn wer seine Wurzeln nicht kenne, habe auch keinen Halt. Heimat sei kein Kitsch, sondern eine große Kraftquelle. Sie gebe ein Gefühl der Sicherheit. Ohne Heimat sei man orientierungslos. Matthias Braun: "Wer nicht um seine Herkunft weiß, hat auch keine Zukunft." In Zusenhofen habe man dies erkannt und entsprechend gehandelt.
Festbankett
Den Auftakt setzte der Musikverein
Festbankett
Der Kirchenchor unter Dietmar Fahrner
Festbankett
Bürgermeister Matthias Braun hielt die Festrede
Festbankett
Der Männergesangverein setzte das Programm fort
Festbankett
Der Handharmonikaverein
Festbankett
Die Freiwaldhalle war voll besetzt
Programm des Festbanketts