Der Lehrpfad im Streuobstgebiet "Kugeleck"

Kugeleck
Lange Zeit war das Kugeleck ein Sorgenkind der heutigen Ortschaft Zusenhofen. Der Chronist berichtet, daß die Gemeinde Zusenhofen im Jahre 1899 auf der Gemarkung Herztal u.a. 24 ha, 22 ar und 15 qm Weinberg besaß. Mit dem Auftreten der Reblaus im Anfang dieses Jahrhunderts begann die Umwandlung in Streuobstwiesen, die in den 30er Jahren vollendet wurde. Da es sich um Allmendgebiet handelte, war das Gelände in viele kleine Parzellen aufgeteilt, die vor allem von Zusenhofener Bürgern genutzt wurden. Nach der Auflösung des alten Allmend-Rechtes blieben die Flächen lange Zeit sich selbst überlassen. Erst Ende der 70er Jahre setzte eine breitere Diskussion um das Kugeleck ein. Als Ergebnis wurde 1989 ein "Ökologisches Gutachten und Nutzungskonzept" erarbeitet, das in eine Konzeption zum "Schutze der Streuobstwiesen durch angewandte Nutzung" mündete. Diese Konzeption konnte in den 90er Jahren umgesetzt werden und vereint nun ökologische und ökonomische Interessen durch eine klare Trennung in extensive Streuobstwiesen und intensiv genutzte Obstbauflächen, die nach den "Richtlinien für den integrierten Kernobstanbau" bewirtschaftet werden.
Der innerhalb dieses Gebietes geschaffene Lehrpfad setzt gewissermaßen den Schlußstrich unter ein gemeinsames Werk, das von Naturschützern und Landwirten, von Fachbehörden, kommunalen Gremien und Verwaltung geschaffen wurde.
Flächenbilanz
Integrierter Obstbau 12,1 ha
Streuobstwiesen 10,4 ha
Waldfläche 6,4 ha
Biotop-Parzellen 2,9 ha
Wegeflächen 3,4 ha
Sonstige Flächen 3,9 ha
Gesamtfläche 39,1 ha
Im Streuobstbereich befinden sich 710 alte und 1.390 in den Jahren 1995 bis 1997 neu gepflanzte hochstämmige Obstbäume. Diese teilen sich wie folgt auf:
33% Apfelbäume
11% Birnbäume
50% Zwetschgen, Pflaumen,
Mirabellen
6% Kirschen
Kugeleck
Einweihung des Obstlehrpfades im Kugeleck
Kugeleck
Musikalisch umrahmt wurde die Einweihung von der Jugendkapelle des Musikvereins