BLHV Zusenhofen
Mit 28 Mitgliedern zählt der Ortsverein Zusenhofen seit jeher zu den großen berufsständischen Ortsverbänden des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes. Seine Gründer erkannten in den Nachkriegsjahren sehr rasch, dass bäuerliche Familien nur gemeinsam ihre Interessen wahren können. Im Bemühen um einen raschen wirtschaftlichen Wiederaufbau drohten sonst ihre Anliegen auf der Strecke zu bleiben. Zwangsabgabe und Preisbindung für landwirtschaftliche Produkte standen freie Marktpreise und rasch steigende Lohnkosten in Handwerk, Gewerbe und Wirtschaft gegenüber. Die Lage in vielen bäuerlichen Familien war unerträglich geworden, als 1948 der Ortsverein unter dem Vorsitz von Franz Müller gegründet wurde. Unter dem stetigen wirtschaftlichen Druck gaben in der Zwischenzeit viele der damals 62 Höfe auf, wurden im Nebenerwerb bewirtschaftet oder mußten sich völlig neu orientieren. Heute werden 4 Betriebe im Haupterwerb und 24 im Nebenerwerb bewirtschaftet.
Die Viehhaltung in Gemischtbetrieben wich fast ausnahmslos einer Spezialisierung auf die Produkte, die heute die Landwirtschaft von Zusenhofen prägen: Obst, Beeren und Wein. Ein wichtiges zusätzliches Standbein war und ist für viele Betriebe die Obstverwertung über den Brennkessel. MIt einer Vielfalt edler Brände hat sich Zusenhofen weit über die Region einen herausragenden Ruf geschaffen. Gepflegte Obstanlagen, der Wechsel von Ackerbau, Grünland und Wald bilden zugleich die Grundlage für hohe Lebensqualität für Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie für die zunehmende Zahl an Gästen aus nah und fern.
Vorsitzender des BLHV-Ortsvereins und damit Sprecher für die Anliegen bäuerlicher Familien in Zusenhofen war über 30 Jahre Franz Müller. Nach seinem altersbedingten Ausscheiden aus diesem Amt schenkten die Zusenhofener Landwirte dessen Sohn Franz Josef Müller das Vertrauen in eine verantwortungsvolle Fürsprache und Vereinsleitung.
BLHV Zusenhofen
22. März 1985: Demo in Brüssel