Kath. Kirchenchor St. Josef Zusenhofen,
gegründet im Jahre 1934

Aktiv singen bei uns derzeit 24 Sängerinnen und 12 Sänger. Die Vorstandschaft hat sich seit Januar 2010 neu zusammengesetzt und besteht nun aus Claudia Biehlman, Nathalie Dautriat und Ramona Eckenfels im 3er-Team an der Vorstandsspitze, Hermann Lebfromm als Kassierer, Maria Busam als Schriftführerin und den Beisitzern Rita Biehlman, Konrad Braun, Dieter Freudenmann und Lioba Just.
Claudia Biehlman, Lindenstr. 26 a, Tel. 5495
Ramona Eckenfels, Nußbacher Str. 10 a, Tel. 1759
Nathalie Dautriat, Steinstraße 1, Tel. 9166571
Probentag ist der Donnerstag, im Sommerhalbjahr beginnen wir um 20.00 Uhr und im Winterhalbjahr um 19.30 Uhr, Treffpunkt ist das Pfarrheim (Hintereingang Rathaus).
Die Mitgestaltung von Gottesdiensten ist für uns zentrales Anliegen und dafür werden viele ganz unterschiedliche, ins Ohr gehende Stücke einstudiert. Gerne werden aus unserem Notenschrank aber auch immer wieder weltliche Lieder hervorgezaubert.
Neu gibt es eine Gruppe mit Kindern und Jugendlichen, die sich 14-tägig am Montag trifft, um gemeinsam aus dem Liederbuch "Kreuzugen" zu singen oder andere Lieder anzustimmen.
Über Neuzugänge, Interesse und Anfragen freuen wir uns stets.
Kirchenchor_Kinder
Aus der Geschichte
Mit der Fundamentierung am 3.Juli 1933 und der feierlichen Grundsteinlegung am Sonntag, dem 6. August 1933, begann der Bau der St. Josefskirche in Zusenhofen. Damit war auch die Gründung eines Kirchenchors für unsere Kuratiegemeinde akut geworden.
Zitat aus dem Gründungsbericht:
"Mit tatkräftigem Beistand von Herrn Hptl. Mangold war es dem von H.H.Pfr. Müller beauftragten Lehrer Leppert möglich geworden, in Bälde alle singbegabten Damen und Herren der Gemeinde zu einer Besprechung einzuladen. Mit 51 Sängern und Sängerinnen konnte so am 7. März 1934 zur Gründungsversammlung geschritten werden. Hierbei waren auch einige Kirchenräte und alle Stiftungsräte zugegen."
H. Pfr. Ludwig Müller, 1. Präses des Cäcilienvereins (benannt nach der Schutzpatronin der Kirchenmusik, Santa Caecilia), ernannte Herrn Robert Leppert zum 1. Dirigenten.
Gründungsmitglieder:
  • Sopran: Helena Hodapp, Klara Scheibel, Franziska Himpele, Elisabeth Wurth, Maria Ernst, Paula Ebert, Hildegard Feger, Maria Baumann, Maria Sester, Karolina Müller, Maria Heitzmann, Erna Baumann, Mina Feger, Theresia Müller, Elisabeth Scheibel, Frida Sester, Franziska Siedler, Barbara Ebert, Liselotte Welle, Ida Ernst.
  • Alt: Luise Stoll, Maria Vogt, Luise Hodapp, Josefine Weinzierle, Christine Huber, Anna Vollmer, Frida Ernst, Paula Heitzmann, Theresia Vogt, Maria Roos, Maria Ebert, Rosa Schwarz, Anna Wittenauer, Sophie Scheibel.
  • Tenor: Johann Spitzmüller, Otto Feger, Karl Baumann, Alois Müller, Karl Himpele, Josef Huschle, Karl Huber, Otto Mangold, Andreas Schmieder.
  • Bass: Fritz Hodapp, Adolf Baumann, Michael Nock, Karl Nock, Lorenz Kimmig, Franz Müller, Moritz Hodapp, Karl Walter.
Zum ersten amtierenden Vorstand wurde gewählt: Karl Walter (1. Vors.), Michael Nock (2. Vors.), Andreas Schmieder (Rechner), Sophie Scheibel (Schriftführerin), Moritz Hodapp (Notenwart) und Otto Mangold (Vizedirigent).
Besondere kirchliche Anlässe, vom Chor gesanglich umrahmt:
Glockenweihe (Juli 1934), Kirchenkonsekration (Juni 1936), Passionsoratorium "Golgotha" (Palmsonntag 1937), Primiz Adolf Braun und Theodor Koch (April 1940).
August 1945: Rückblick des Präses, Pfarrkurat Karl Schell:
"In den letzten Kriegsjahren hatte das Menschenmorden und -sterben unvorstellbare Formen angenommen und unermessliches Leid über viele Familien gebracht. Zwei treue Sänger, Karl Baumann und Fritz Hodapp, sind auf dem Feld der Ehre geblieben.
Der Chor, haupts. Frauen, hielt treu zusammen. An Proben und Versammlungen war nicht zu denken. Wegen ständiger Einquartierung und polit. Unduldsamkeit und Bespitzelung fand sich kein Lokal für einen kirchlichen Verein. "Es war für sie kein Platz mehr im großen deutschen Vaterland.""
Weihnachten 1945: Dirigentin und Organistin Sr. Franka hatte im Mai mit Elan und großer Tatkraft die Probenarbeit aufgenommen. So konnte die Pastoralmesse von Kempter zur Christmette erstmals aufgeführt werden. Diese sog. "Weihnachtsmesse", im Dorf sehr beliebt, wird seither immer wieder am schönsten Fest der Christenheit vom Chor gesungen.
Seit Kriegsende singt der Chor mit vierzig bis fünfzig Sängerinnen und Sängern an allen hohen Festen des Kirchenjahres.
Zur feierlichen Gestaltung tragen wir bei: an Hochzeiten, Ehejubiläen, Einweihungen, Ordens- und Priesterjubiläen, bei konzertanten Auftritten sowohl im kirchlichen als auch im profanen Bereich, desgleichen in Festbanketten der örtlichen Vereine.
Besondere Höhepunkte: 25 Jahre Chor und Kirchengemeinde (Nov. 1959), Primiz Hermann Otteny (Pfingsten 1965), Primiz Otto Braun (Mai 1969), 50-jähriges Pfarrei- und Chorjubiläum (Mai 1984) mit Erstaufführung der Orchestermesse von Joseph Haydn unter Leitung von Josef Maier.
"Reisen bildet" galt auch für unseren Kirchenchor. So führte uns der erste Nachkriegsausflug zu Passionsspielen in Freiburg. "Realistische Kulissen für die Spiele waren die gespenstischen Trümmerberge, aus denen sich stolz und unversehrt das gotische Münster erhob."
Auch unsere Vereinskasse wurde Opfer der Geldentwertung. Beim Besuch der Volksschauspiele Ötigheim schrieb der Chronist: "Die reservierten Plätze zu je 3 DM wurden aus der Vereinskasse bezahlt, deren Bestand von RM 4023,48 nach der Währungsreform auf DM 402,34 geschrumpft war."
In den folgenden Jahrzehnten unternahm der Chor zahlreiche Ausflugs- und Wallfahrten im inzwischen zusammengerückten Europa.
Personen, die seit Gründung des Cäcilienvereins 1934 für den Chor besondere Verantwortung getragen haben:
Dirigenten:
Ab 1934 Robert Leppert, ab 1945 Sr. Franka, ab 1977 Josef Maier, seit 1994 Dietmar Fahrner
Vizedirigenten (und aushilfsweise):
Otto Mangold, Fritz Hodapp, Geisert, Meta Leppert, Elvira Pfeifer, Johannes Schweiger
1. Vorsitzende:
ab 1934 Karl Walter, ab 1963 Willy Walter, ab 1989 Johannes Schweiger, seit 2001 Kurt Benz
2. Vorsitzende:
ab 1934 Michael Nock, ab 1963 Kurt Benz, ab 1969 Fr. Xaver Emer, ab 1979 Heinrich Kirn, ab 1989 Resel Huber, seit 1997 Rita Biehlmann
Rechner:
ab 1934 Andreas Schmieder, seit 1963 Hermann Lebfromm
Schriftführer/-innen:
Sophie Scheibel, Irma Gerdes, Rita Graf, Angela Bruder, Rita Kohler, Lucia Wagner, Rita Zerrer, Rita Nock, Gisela Vogt, Gerda Kirn, Johannes Schweiger, Lydia Freudenmann
H. H. Pfarrer und Präsides:
Ludwig Müller, Wilhelm Lindenschmidt, Karl Schell, Emil Schmidt, Josef Börsig, Klaus Reiß Hugo Schanzenbach, Berthold Schwab, Nikolaus Fehrenbach
Weihnachten 1999 (Stephanstag):
Als vorlaäufig letzter Höhepunkt unserer Chorarbeit kann die "Deutsche Bauernmesse" von Anette Thomas, unterstützt durch die "Stubenmusik" Nordrach und das Bayer-Violin-Ensemble, gelten. Das Werk, ergreifend, schlicht und ausdrucksstark, souverän geleitet von Dietmar Fahrner, wurde als musikalischer Erfolg auf CD aufgenommen. " Der darauf einsetzende Orkan Lothar, von himml. Mächten vielleicht als Beifallssturm der Naturelemente geschickt, schoss mit seinen verheerenden Schäden allerdings weit übers Ziel hinaus (Zitat W.W.)
(Willy Walter)